| Ernährung
muss gesünder werden und - durchschaubarer
Verbraucherministerium
sorgt sich um Übergewichtige
von
Ulrike Röper
BERLIN
- Fehlernährung kostet 4,5 Prozent gesunder Lebensjahre
und Adipositas weitere 3,7 Prozent. Höchste Zeit das
Thema "Gesunde Ernährung" anzugehen.
Der
vom Verbraucherministerium am 8. Juli 2003 veranstaltete
Kongress "Kinder und Ernährung" fokussierte
vor allem auf das bedrohlich steigende Übergewicht.
Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich der Anteil adipöser
Kinder verdreifacht. Jedes 5. Kind und jeder 3. Jugendliche
sind zu dick, erklärte Ministerin Renate Künast.
Die vielschichtigen Ursachen dieser Entwicklung beginnen
schon bei mangelnder Stillfreudigkeit und enden noch längst
nicht vor dem Fernsehgerät. Steigender Verbrauch von
Fertigprodukten mit hoher energetischer Dichte und allmählich
verschwindende familiäre Esskultur tragen ebenso zu
dieser Fehlentwicklung bei, wie niedriges Bildungsniveau
beziehungsweise Schichtzugehörigkeit.
Künast
befindet sich mit ihrer jetzt eingeleiteten Offensive in
bester Gesellschaft. Auch die Europäische Kommission
arbeitet an neuen Gesetzentwürfen zur Kennzeichnung
von Lebensmitteln und Einschränkung von Lebensmittelwerbung.
Gesunde Ernährung muss für jeden Verbraucher eine
fassbare und durchschaubare Größe sein. Dazu
gehört umfangreiche Information und Wissenserweiterung
- von Kindergarten und Schule an.
EU-Kommissar
David Byrne ist es ein Dorn im Auge, wenn Junk-Food unter
dem Aspekt "gesund" vermarktet wird, wie etwa
Vitamin-angereicherte Bonbons.
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